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Home Diverses

Warum wir mal nach Herford schauen sollten

Die Turngemeinde Herford von 1860 hat bundesweit Maßstäbe gesetzt.

Sebastian Sendlak by Sebastian Sendlak
Januar 26, 2026
in Diverses
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Warum wir mal nach Herford schauen sollten

(c) DOSB

Der Verein aus Ostwestfalen ist mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold 2025 ausgezeichnet worden. Prämiert wurde die Initiative „Vereinsheld 2025 – Unsere Zukunft ist Ehrenamt“, die sich der nachhaltigen Stärkung des freiwilligen Engagements widmet.

Die Auszeichnung gilt als wichtigste Ehrung für gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen in Deutschland. Überreicht wurde sie am Montag in der DZ BANK in Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte gemeinsam mit Elke Büdenbender, DOSB-Vorstandsvorsitzendem Otto Fricke und BVR-Präsidentin Marija Kolak das Projekt. Verbunden ist der Bundessieg mit einem Preisgeld von 10.000 Euro.

Die TG Herford überzeugte die Jury mit einem strukturierten Ansatz, der das Ehrenamt langfristig absichern soll. Die Initiative basiert auf sechs Bausteinen. Dazu zählen regelmäßige Netzwerktreffen, eine vereinseigene „Heldenakademie“, Qualifizierungsangebote sowie ein sogenanntes NextGen-Stipendium. Dieses richtet sich an junge Engagierte ab 13 Jahren und unterstützt sie finanziell wie auch persönlich. Ziel ist es, ehrenamtliche Arbeit sichtbarer zu machen, aufzuwerten und neue Zielgruppen zu erreichen.

Bundespräsident Steinmeier betonte bei der Preisverleihung die zentrale Rolle des Ehrenamts im Sport. Ohne die Arbeit in den vielen meist ehrenamtlich geführten Vereinen sei der organisierte Sport in Deutschland nicht denkbar. Die „Sterne des Sports“ seien ein Anlass, diese Leistung öffentlich anzuerkennen – nicht nur an einem Tag im Jahr.

Auch aus Sicht des Deutschen Olympischen Sportbundes besitzt das Projekt Vorbildcharakter. DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke sprach von einer modernen Ehrenamtskultur, die Verantwortung, Beteiligung und gesellschaftlichen Mehrwert verbinde. In Sportvereinen werde Integration, Bildung und Zusammenhalt konkret gelebt.

Die Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Marija Kolak, hob den genossenschaftlichen Gedanken hervor. Sportvereine seien Orte der Teilhabe und des Vertrauens. Die TG Herford habe gezeigt, wie Menschen auch künftig für ehrenamtliches Engagement gewonnen werden können.

Auf den weiteren Plätzen landeten der VfB Eilenburg aus Sachsen mit dem Projekt „FairPFIFFEN – Mut braucht Rückhalt“ sowie der MTV Stuttgart 1843 aus Baden-Württemberg, der eine Parasport-Akademie gegründet hat. Insgesamt hatten sich 17 Vereine als Landessieger für das Bundesfinale qualifiziert.

Der Erfolg der Turngemeinde Herford zeigt, dass innovative Konzepte zur Stärkung des Ehrenamts nicht nur in Metropolen entstehen. Das Projekt aus Ostwestfalen liefert ein Beispiel dafür, wie Sportvereine auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren können – strukturiert, nachhaltig und mit Wirkung über die eigene Region hinaus.

Weitere Infos: Internetseite der TG Herford „Vereinsheld“

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