Im ersten Heimspiel 2026 hat der VfL Bochum 1848 Moral und Kampfgeist gezeigt. Gegen SV Darmstadt 98 holen die Blau-Weißen nach Rückstand ein 3:3.
Der VfL Bochum ist mit einem Punkt in das Fußballjahr 2026 gestartet. Gegen den SV Darmstadt 98 erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler im Vonovia-Ruhrstadion ein 3:3-Unentschieden. Dabei lagen die Hausherren zweimal zurück, glichen jedoch jeweils aus. Neuzugang Marshall sorgte mit seinem späten Treffer für großen Jubel. Trotz des Punktgewinns bleibt Bochum im Tabellenkeller gefordert.
Darmstadt startet stark – Bochum zeigt Moral
VfL-Coach Uwe Rösler setzte im ersten Heimspiel des Jahres nahezu auf die gleiche Startelf wie beim 2:2 gegen den Karlsruher SC vor der Winterpause. Lediglich Kwarteng rückte für Wätjen in die Anfangsformation, während die Winterneuzugänge Marshall, Rakneberg und Sobottka zunächst auf der Bank Platz nahmen. Darmstadt, als Tabellendritter angereist, machte früh deutlich, dass es die eigene Ambition unterstreichen wollte.
Bereits in der siebten Minute brachte Hornby die Gäste in Führung. Bochum antwortete jedoch prompt: Oneyka glich nur drei Minuten später nach Vorarbeit von Alfa-Ruprecht zum 1:1 aus. In der Folge übernahmen die Hessen zwar spielerisch die Kontrolle, doch der VfL hielt mit Einsatz und Leidenschaft dagegen.
Führung und Gegenschlag vor der Pause
Nach einem Fehler von Darmstadts Richter nutzte Hofmann in der 26. Minute die Situation eiskalt aus und brachte Bochum mit 2:1 in Führung. Die Freude währte allerdings nicht lange. Zwar verhinderte VfL-Keeper Horn zunächst mit einer starken Parade den Ausgleich, war in der 36. Minute jedoch machtlos, als Lindberg zum 2:2 traf.
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte Darmstadt sogar die Führung auf dem Fuß, doch Wittek rettete für Bochum auf der Linie. Mit einem leistungsgerechten 2:2 ging es in die Halbzeitpause, nachdem beide Teams eine intensive erste Hälfte mit wechselnden Vorteilen gezeigt hatten.
VfL Bochum drückt – Darmstadt schlägt eiskalt zu
Nach dem Seitenwechsel startete der VfL druckvoll. Darmstadts Torhüter Schuhen verhinderte mit starken Paraden gegen Hofmann (53.) und Morgalla (55.) den Bochumer Führungstreffer. Rösler reagierte und brachte Myoshi für Kwarteng, um das Offensivspiel weiter zu beleben.
Doch erneut bewahrheitete sich eine alte Fußballregel: Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, wird hinten bestraft. Marseiler erzielte in der 68. Minute die erneute Führung für die Gäste. Bochum wechselte anschließend offensiv und brachte mit Marshall einen weiteren Neuzugang, um noch einmal alles nach vorne zu werfen.
Marshall trifft spät – Punktgewinn mit Signalwirkung
Die Bemühungen der Hausherren wurden belohnt. In der Schlussphase traf Marshall per Kopf zum 3:3 und sorgte für Ekstase im Vonovia-Ruhrstadion. Das Momentum kippte noch einmal zugunsten der Bochumer, die nun spielerisch eine ihrer besten Saisonleistungen zeigten.
Beide Mannschaften hatten in der Schlussphase noch Chancen auf den Sieg, doch am Ende blieb es beim Unentschieden. Die Bochumer Fans verabschiedeten ihr Team trotz des verpassten Dreiers mit Applaus und Gesängen.
Rösler mahnt trotz Leistung zur Bodenhaftung
In der Pressekonferenz zeigte sich VfL-Cheftrainer Uwe Rösler insgesamt zufrieden, blieb aber realistisch. Er habe vor dem Spiel nicht genau gewusst, wo seine Mannschaft nach der Winterpause stehe, sagte Rösler. „Zu etwa 80 Prozent haben wir das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, erklärte er.
Kritisch äußerte sich der Coach zum dritten Gegentor: „Da haben wir brutal geschlafen.“ Gleichzeitig lobte er die Moral seines Teams und nahm den Punkt gegen einen starken Gegner gerne mit. „Wir dürfen nicht träumen, sondern müssen schnell 40 Punkte sammeln. Die heutige Leistung stimmt mich aber optimistisch“, so Rösler.
Am kommenden Spieltag tritt der VfL Bochum bei der SV Elversberg an (25. Januar, 13.30 Uhr). Anschließend wartet mit dem Heimspiel gegen Schalke 04 das „kleine Revierderby“ (31. Januar, 13 Uhr).


