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Home Reitsport

Nach 15 Jahren heißt der Sieger erneut Hans Thorben Rüder

Pferd stürzt in Prüfung und muss in die Klinik

Jenny Musall by Jenny Musall
Januar 12, 2026
in Reitsport
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Hans-Thorben Rüder (GER) mit Courage 138 beim Agavis Cup Münster (Foto: Jenny Musall)

11.01.2026 - Hans-Thorben Rüder (GER) mit Courage 138 beim Agavis Cup Münster (Foto: Jenny Musall)

Hans Thorben Rüder gewinnt beim AGRAVIS-Cup erneut den Großen Preis von Münster. Acht Paare erreichen das Stechen beim Turnierhöhepunkt in der Halle Münsterland.

Der Große Preis von Münster hat beim AGRAVIS-Cup einen Sieger mit Geschichte hervorgebracht. Hans Thorben Rüder gewann die prestigeträchtige Prüfung nach 2011 zum zweiten Mal. Acht Paare qualifizierten sich für das Stechen im Springen der Klasse S****. Die Entscheidung fiel knapp, begleitet von großer sportlicher Qualität und bewegenden Momenten. Das fachkundige Publikum zeigte sich bis zum Schluss aufmerksam und respektvoll.

Inhalt

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  • Acht fehlerfreie Ritte führen ins Stechen
  • Rüder setzt sich knapp gegen die Konkurrenz durch
  • Bewegender Moment nach Sturz von Iron Dames Casa Blue
  • Stimmen der Platzierten und Verantwortlichen

Acht fehlerfreie Ritte führen ins Stechen

46 Paare gingen im Großen Preis von Münster, gegeben von der AGRAVIS, an den Start. Acht von ihnen erreichten nach einem fehlerfreien Umlauf das entscheidende Stechen. Als letztes Paar ritt Philipp Schulze Topphoff mit dem 13-jährigen Corny M in den Parcours und machte damit deutlich, dass der Sieger bereits in der Liste früherer Gewinner zu finden sein würde.

Hans Thorben Rüder, der den Großen Preis bereits 2011 gewonnen hatte, setzte mit Courage früh ein Ausrufezeichen. Mit sehr engen Wendungen und einer fehlerfreien Runde in 34,42 Sekunden übernahm der Reiter vom Fehmarnschen Ringreiterverein die Führung.

Rüder setzt sich knapp gegen die Konkurrenz durch

Johannes Ehning zeigte mit Classic Donna ebenfalls einen fehlerfreien Ritt und kam in 34,45 Sekunden ins Ziel. Damit fehlten ihm lediglich drei Hundertstelsekunden zum Sieg. Kathrin Müller sicherte sich mit Beauty Queen Z in 35,59 Sekunden und ohne Abwurf den dritten Platz.

Mario Maintz und Stackelberg legten wie schon im Umlauf eine Nullrunde hin, benötigten im Stechen jedoch 37,66 Sekunden und belegten Rang vier. Am Ende blieb Rüders Zeit unangetastet, sodass er bei der Siegerehrung als Gewinner einreiten durfte – nach 15 Jahren erneut im Großen Preis von Münster.

Bewegender Moment nach Sturz von Iron Dames Casa Blue

Für einen stillen und nachdenklichen Moment sorgte der Sturz von Iron Dames Casa Blue unter Katrin Eckermann. Die Stute stolperte am letzten Hindernis und musste nach tierärztlicher Erstversorgung in die Tierklinik Telgte gebracht werden.

Das Publikum in der Halle Münsterland reagierte mit großer Ruhe und Respekt. Mehrere Minuten verharrten die Zuschauerinnen und Zuschauer in Stille, bis das Pferd abtransportiert wurde. Auch auf der abschließenden Pressekonferenz beschäftigte das Geschehen die Aktiven, verbunden mit der Hoffnung auf eine schnelle Genesung der Stute.

Stimmen der Platzierten und Verantwortlichen

Hans Thorben Rüder räumte ein, dass der Sieg in Greven eine besondere Bedeutung habe. Das Turnier sei in seiner Heimatstadt schon Wochen zuvor ein großes Thema gewesen, was durchaus Druck erzeugt habe. „Umso stolzer bin ich, nach 15 Jahren wieder hier gewonnen zu haben“, sagte Rüder.

Johannes Ehning zeigte sich trotz des knappen Abstands zufrieden. Hätte man ihm am Morgen den zweiten Platz angeboten, hätte er diesen sofort angenommen, erklärte er. Kathrin Müller lobte ihre Stute Beauty Queen Z und verwies auf die konstant guten Leistungen in Münster: „Ich bin sehr stolz auf mein Pferd.“

Auch Oliver Schulze Brüning, Vorsitzender des Reiterverbandes Münster, sprach die Verletzung von Iron Dames Casa Blue an. Solche Situationen ließen niemanden kalt, seien aber sehr selten. Insgesamt zog er dennoch ein positives Fazit und verwies auf die gute Stimmung während der fünf Turniertage sowie weitere Höhepunkte im Jubiläumsjahr.

AGRAVIS-Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Köckler hob die Leidenschaft und das Vertrauen aller Beteiligten hervor. Diese Begeisterung trage den Sport über Generationen hinweg und sei auch bei den Siegerinnen und Siegern deutlich spürbar gewesen.

Tags: Agravis Cup Münster
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