Katharina Hemmer setzt sich beim LVM-Dressurchampionat im Grand-Prix-Special durch und bestätigt ihre starke Form beim AGRAVIS-Cup.
Das LVM-Dressurchampionat beim AGRAVIS-Cup Münster ist mit einem Sieg der Europameisterin Katharina Hemmer zu Ende gegangen. Im Grand Prix Special setzte sich die 31-Jährige mit Special Gold PCH an die Spitze des Feldes. Keine der weiteren Starterinnen und Starter konnte ihre frühe Bestmarke übertreffen. Auch mit ihrem zweiten Pferd blieb Hemmer unter dieser Wertung. Das Niveau der Prüfung bestätigte einmal mehr die sportliche Bedeutung des Turniers.
Früh gesetzte Bestmarke bleibt unangetastet
Als zweite Starterin ging Katharina Hemmer mit dem zehnjährigen Special Gold PCH in den Grand Prix Special. Mit 74,333 Prozent setzte sie eine Wertung, die den gesamten Wettbewerb über Bestand haben sollte. Weder die elf weiteren Pferd-Reiter-Paare noch Hemmer selbst konnten dieses Ergebnis übertreffen. Mit ihrem zweiten Pferd Slaide, mit dem sie am Vortag den Grand Prix gewonnen hatte, blieb sie unter der Marke.
Der San-Amour-Nachkomme präsentierte sich dabei harmonisch und sicher in den entscheidenden Lektionen. Hemmer erklärte, sie habe nicht unbedingt mit diesem Ergebnis gerechnet. Es sei der erste Grand Prix Special für Special Gold PCH gewesen. Der Wallach sei noch jung, höre aber gut zu, wenn die Verbindung stimme, sagte sie.
Aufstieg der Europameisterin setzt sich fort
Katharina Hemmer gehört seit mehreren Jahren zur deutschen Dressurspitze. 2024 war sie mit Denoix PCH Olympia-Reservistin. Ein Jahr später gewann sie Bronze im Special bei den Deutschen Meisterschaften und holte Team-Gold bei den Europameisterschaften in Frankreich. Der Sieg in Münster fügt sich nahtlos in diese Entwicklung ein.
Platz zwei im LVM-Dressurchampionat ging an Tobias Nabben vom RSV Zur Linde. Mit Forster erreichte er 73,725 Prozent. Bereits im Grand Prix hatten sich die beiden mit Rang drei stark präsentiert. Nabben zeigte sich zufrieden mit der Leistung seines elfjährigen Wallachs von Finest und hob besonders die Piaff-Passage-Tour hervor.
Wechsel in die große Halle fordert Sensibilität
Den dritten Platz sicherten sich Evelyn Eger vom RSC Osnabrücker Land und Dancing Darkness mit 71,804 Prozent. Für die Bereiterin vom Hof Kasselmann stellte der Wechsel von der Messehalle Nord in die große Halle Münsterland eine besondere Herausforderung dar. Sie erklärte, hochsensible Sportpferde reagierten deutlich auf veränderte Rahmenbedingungen. Ihr Pferd habe sich jedoch gut angepasst und wohlgefühlt.
Auch aus Sicht des Sponsors fiel das Fazit positiv aus. Heinz Gressel, Vorstandsmitglied der LVM-Versicherung, lobte das sportliche Niveau der Prüfung. Für ihn sei es als Förderer besonders erfreulich, wenn sich so viele starke Paare im Viereck präsentierten.


