Mit 2:0 gewinnt der VfL Bochum 1848 gegen den FC Schalke 04. Eine starke erste Halbzeit entscheidet das Rückspiel im Ruhrstadion.
Der VfL Bochum 1848 hat das Revierderby gegen den FC Schalke 04 für sich entschieden. Vor 26.000 Zuschauern im Vonovia Ruhrstadion setzten sich die Bochumer mit 2:0 durch. Grundlage des Erfolgs war eine konzentrierte erste Halbzeit mit früher Führung und konsequenter Defensivarbeit. Damit gelang dem VfL die Revanche für das Hinspiel.
Bochum nutzt taktischen Vorteil konsequent
Von Beginn an zeigte sich, dass der VfL auf die Schalker Formation vorbereitet war. Schalke agierte mit einer Viererkette, die Bochum gezielt attackierte. VfL-Trainer Uwe Rösler habe gesehen, „wer verletzt ist und welche Optionen Schalke hat“, erklärte er später. Daraus habe sich ergeben, dass diese Formation eine mögliche Lösung für den Gegner sei.
Entsprechend standen Koji Miyoshi und Gerrit Holtmann in der Startelf. Die Entscheidung zahlte sich früh aus. In der Anfangsphase setzte Holtmann über links Akzente und bereitete den Führungstreffer vor. Miyoshi nahm den Ball auf und überwand Torhüter Loris Karius aus kurzer Distanz zur Bochumer Führung.
Schalke drängt – Horn hält die Null
Nach dem Rückstand erhöhte Schalke den Druck und zwang den VfL zeitweise tief in die eigene Hälfte. Die Bochumer Defensive blieb jedoch stabil. Maßgeblichen Anteil daran hatte Torhüter Timo Horn, der mehrfach aufmerksam eingriff. „Es war eine sehr gute defensive Leistung“, sagte Horn nach dem Spiel.
Kurz vor der Pause erhöhte der VfL den Spielstand. Nach einem Zuspiel auf Philipp Hofmann traf der Stürmer in der 43. Minute, der Ball sprang von der Latte ins Netz. Karius war erneut ohne Abwehrchance. Mit einer 2:0-Führung ging Bochum in die Halbzeit.
VAR-Entscheidungen prägen zweite Halbzeit
Zur zweiten Halbzeit wechselte der VfL Holtmann aus. Rösler erklärte, Holtmann habe „überpaced“ und im Sinne der Mannschaft signalisiert, dass es nicht weitergehe. Für ihn kam Farif Alfa-Ruprecht ins Spiel. Auch Schalke nahm Veränderungen vor und brachte Edin Džeko.
Die Gäste drängten nun auf den Anschlusstreffer. In der 55. Minute jubelte Schalke kurz, doch der Treffer von Nikola Katić wurde nach Videobeweis wegen eines Offensivfouls aberkannt. Horn sagte, der Schiedsrichter habe erklärt, „dass er mit dem Arm in mich hereinschiebt“.
Bochum verteidigt Führung bis zum Schluss
Auch Bochum wurde ein Treffer aberkannt. In der Schlussphase entschied der VAR auf Handspiel von Marcel Sobottka, der sein Heimdebüt im VfL-Trikot gab. So blieb es beim 2:0. Schalke fand trotz hoher Ballbesitzphasen keine Lösungen mehr gegen die kompakte Bochumer Defensive.
Nach Abpfiff zeigte sich VfL-Trainer Rösler stolz. „Seit 17 Jahren war es der erste Heimsieg gegen Schalke“, sagte er. Hofmann betonte, man habe sich vorgenommen, „wirklich ein Top-Team zu schlagen – und genau das umgesetzt“. Der Sieg bedeutet für den VfL Tabellenplatz acht nach dem Spieltag.


