Der RFV Nienberge-Schonebeck liegt nach Dressur und Kür bei der Bauernolympiade des AGRAVIS-Cups in Münster in Führung. Die Entscheidung fällt im Springen.
Der RFV Nienberge-Schonebeck hat sich bei der Bauernolympiade im Rahmen des AGRAVIS-Cups in Münster eine starke Ausgangsposition erarbeitet. Nach Dressur und Mannschaftskür auf A-Niveau führt das Team die Gesamtwertung an. Der traditionsreiche Wettbewerb wird seit 1927 ausgetragen und gilt als einer der Höhepunkte des Turniers in der Halle Münsterland. Im Jubiläumsjahr des Reiterverbands Münster entscheidet am Samstag das abschließende Springen über den Gesamtsieg.
Starke Kür bringt Nienberge-Schonebeck an die Spitze
Bereits nach der Dressur lag das Team des RFV Nienberge-Schonebeck an der Spitze des Feldes. In der Mannschaftskür bauten die Reiterinnen ihre Führung weiter aus und setzten sich deutlich von der Konkurrenz ab. Franziska Theopold mit Sally SW, Lisa Marie Westrup mit Freddy S, Mia Klein mit Diacristalla sowie Janin Löckemann mit Bueno präsentierten eine harmonische und ausdrucksstarke Vorstellung. Mit 59,77 Punkten erzielte das Quartett die höchste Wertung des Abends.
Die Leistung wurde auch von den Fachkommentatoren hervorgehoben. Hallensprecher Carsten Sostmeier sprach von einer „sensationellen Vorführung“. Ausbildungsexperte Christoph Hess bezeichnete die Kür als „herausragend auf ganz hohem Niveau“. Die Richterinnen und Richter vergaben mehrfach Noten im hohen Neuner-Bereich und bestätigten damit den starken Eindruck des Teams.
Saerbeck und Albachten bleiben in Schlagdistanz
Auf Rang zwei folgt der RV St. Georg Saerbeck, der ebenfalls eine beeindruckende Kür zeigte. Ellen Wenners mit Soleos, Julia Schlerka mit Fio Flavour, Jörg Willermann mit Lucy sowie Theresa Jankord mit Fantastique DS überzeugten mit präziser Linienführung und emotionaler Musik. Zweimal zückte das Richterteam die Höchstnote 10,0. Mit 59,35 Punkten geht Saerbeck als direkter Verfolger ins Springen.
Der ZRFV Albachten startet von Platz drei in den Finaltag. Laurin Hofmann mit Bentley Forever, Sophie Holkenbrink mit Zauberdesign, Britta Knaup mit Be my Unicorn sowie Anna-Giulia Savic mit Sirius Black SL präsentierten eine kreativ ausgearbeitete Kür. Christoph Hess lobte insbesondere das geschlossene Mannschaftsbild. Mit 59,3 Punkten bleibt Albachten ebenfalls im Rennen um die Wanderstandarte.
Jubiläum und Ausblick auf die Entscheidung
Die voll besetzten Ränge der Halle Münsterland bildeten den passenden Rahmen für ein besonderes Jubiläum. Turnierleiter Clemens Brüggemann wurde für seine Verdienste im Pferdesport mit der Goldenen Verdienstplakette des Pferdesportverbands Westfalen ausgezeichnet. Seit fünf Jahrzehnten prägt er das Turniergeschehen beim AGRAVIS-Cup maßgeblich. Das Publikum verabschiedete ihn mit Standing Ovations.
Die Entscheidung um den Karl-Geßmann-Gedächtnispreis fällt am Samstag im abschließenden Springen. Ab 10.30 Uhr werden die Karten neu gemischt, wenn die Teams der Reitvereine noch einmal antreten. Dann entscheidet sich, wer die Wanderstandarte der Stadt Münster im Jubiläumsjahr mit nach Hause nehmen darf.

