Beim kontinentalen Titelkampf im RuhrCongress belegen die deutschen Athleten in der Kategorie „Main Class Free Style“ die Plätze 1 bis 3. In den übrigen drei Disziplinen blieben die Gastgeber ohne Podestplatzierung.
Der RuhrCongress Bochum war Schauplatz der Europameisterschaft im akrobatischen Rock ’n’ Roll. Die eintägige Veranstaltung zog rund 1.000 Zuschauer in die Halle, womit das Stadion bei einer Gesamtkapazität von 3.500 Plätzen damit zu etwa einem Drittel gefüllt war. Trotz der mäßig besetzten Ränge sorgten die mitgereisten Delegationen der verschiedenen Nationalverbände für eine konstante und sportliche Kulisse während der Wertungsdurchgänge des intensiven Turniertages.
Oberbürgermeister Jörg Lukat begrüßt elf Nationen
Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat hieß die Nationalteams aus elf europäischen Ländern offiziell willkommen. In seiner Eröffnungsansprache hob er die gute Stimmung und den fairen Sportsgeist unter den Nationen in der Halle hervor. Die Sportlerinnen und Sportler unterstützten sich über Ländergrenzen hinweg bei den anspruchsvollen akrobatischen Darbietungen.
Das sportliche Klassement offenbarte am Ende deutliche Leistungsdifferenzen zwischen den einzelnen Nationen. In drei der vier ausgetanzten Kategorien spielten die deutschen Paare und Formationen bei den Titelentscheidungen keine Rolle.
Bei den Ladies-Formationen siegte das ungarische Party Team mit einer Wertung von 78 Punkten deutlich vor THE CROSSFIRE aus der Schweiz (67 Punkte) und den tschechischen Madonna Ladies (56 Punkte). Die deutschen Teams folgten mit erheblichem Abstand auf den hinteren Plätzen: Die UNITED LADIES erreichten mit 47 Punkten den 7. Rang, während die BACKBEATS PERFORMERS (31 Punkte) und die SAPPHIRES (28 Punkte) die Ränge 8 und 9 belegten.
In der Kategorie Girls-Formations ging der Titel an die ukrainische Formation LITTLE SOUL vor den Party Girls aus Ungarn. Die deutschen Nachwuchtsteams BACKBEATS KIDS und DIAMONDS belegten die Plätze 13 und 15. Im Contact Style sicherten sich Polina Rykova und Nikola Kocis aus Kroatien den Europameistertitel; das bestplatzierte deutsche Paar Erika Haraschuta und Alexander Siwek kam auf Platz 22 ins Ziel.
Dreifacherfolg für den DRBV in der Main Class Free Style
Ein gegenteiliges Bild zeigte sich in der Königsklasse des Turniers, der „Main Class Free Style“. Hier dominierten die Paare des Deutschen Rock ’n’ Roll Verbandes (DRBV) das internationale Spitzenfeld und belegten vier Plätze unter den besten f開f Startern.
Endergebnis Main Class Free Style
| Platz | Teilnehmer-Paar | Land |
| 1. | Veronika Megyesi – Christian Gartmeier | Deutschland |
| 2. | Elisabeth Bertz – Christian Langer | Deutschland |
| 3. | Celina Nischan – Jeremy Kionka | Deutschland |
| 4. | Manon Pozet – Marty Delatorre | Frankreich |
| 5. | Amelie Pauline Scholz – Sebastian Mattern | Deutschland |
Veronika Megyesi und Christian Gartmeier gewannen die Goldmedaille vor ihren Teamkollegen Elisabeth Bertz und Christian Langer. Celina Nischan und Jeremy Kionka komplettierten das reine deutsche Podium auf dem Bronzerang. Das Paar Nicole Thomas und Julius Tschöpel beendete den Wettkampf auf dem 16. Platz.
Während der DRBV in der Free-Style-Klasse seine europäische Spitzenposition überraschend eindrucksvoll zeigte, dokumentieren die Ergebnisse der eintägigen Titelkämpfe in den Formations- und Contact-Klassen einen deutlichen Trainingsrückstand auf die führenden Nationen aus Osteuropa.


