Bei Borussia Dortmund kommt es zu einer personellen Veränderung in der sportlichen Führung. Der Verein und Sebastian Kehl haben sich einvernehmlich auf eine sofortige Trennung verständigt.
Die Entscheidung fiel am Sonntag nach internen Gesprächen. Beide Seiten sprechen von einem passenden Zeitpunkt für einen Neuanfang. Kehl war zuletzt Sportdirektor der Dortmunder. Seine Verbindung zum Klub reicht über zwei Jahrzehnte zurück.
Laut Vereinsangaben wurde die Trennung in einem offenen Gespräch zwischen der Geschäftsführung und Kehl getroffen. Neben ihm waren auch Lars Ricken und Carsten Cramer beteiligt.
Ricken erklärte, man sei gemeinsam zu der Überzeugung gelangt, dass im Sommer strukturelle Veränderungen notwendig seien. Um beiden Seiten Planungssicherheit zu geben, sei die Zusammenarbeit vorzeitig beendet worden.
Verdienste als Spieler und Funktionär
Kehl war seit 2018 in leitender Funktion im sportlichen Bereich tätig. Zunächst verantwortete er die Lizenzspielerabteilung, später übernahm er 2022 den Posten des Sportdirektors.
In seine Amtszeit fallen unter anderem der Gewinn des DFB-Pokal 2021 sowie der Einzug ins Finale der UEFA Champions League im Jahr 2024.
Bereits als Spieler prägte Kehl den Verein über viele Jahre. Er absolvierte 13 Spielzeiten im schwarz-gelben Trikot und war Teil der Meistermannschaft von 2002 sowie des Doubles 2012.
Stimmen aus dem Verein
Auch Hans-Joachim Watzke würdigte Kehls Arbeit. Der Präsident hob dessen langjährige Verdienste und die enge Verbindung zum Klub hervor.
Kehl selbst betonte seine emotionale Bindung an den Verein. Gleichzeitig sei der Zeitpunkt gekommen, neue Wege zu gehen – sowohl für den Klub als auch für ihn persönlich.
Blick nach vorn
Mit der Trennung stellt sich Borussia Dortmund im sportlichen Bereich neu auf. Details zur Nachfolge wurden zunächst nicht bekannt.
Für Kehl endet damit eine mehr als 20-jährige Zeit beim Verein – als Spieler und Funktionär.


