Aachen richtet 2026 die FEI World Championships aus. Zugleich wächst die Hoffnung auf Olympische Spiele in der Region KölnRheinRuhr mit Reitsport.
In Aachen richtet sich der Blick auf ein internationales Sportereignis. Die FEI World Championships Aachen 2026 sollen im August Hunderttausende Besucher anziehen. Gleichzeitig gewinnt eine mögliche Olympiabewerbung der Region KölnRheinRuhr an Bedeutung. Vertreter aus Politik und Sport betonen die Strahlkraft des Standorts. Aachen sieht sich bereit für die größtmögliche Bühne im Reitsport.
Aachen bereitet sich auf Reit-WM 2026 vor
Mit den Weltmeisterschaften im August 2026 steht der Stadt ein sportliches Großereignis bevor. Mehr als 500.000 Besucher werden zu den Wettkämpfen im Allianz Park erwartet. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst bezeichnet die Veranstaltung als weltweit einzigartig. „Reitsport auf diesem Niveau, auf so einer großen Bühne – das gibt es sonst nirgendwo“, erklärt er.
Auch Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons hebt die besondere Atmosphäre hervor. Die Stadt kenne solche Momente bereits von früheren Großereignissen. „Wenn Zeit für Reitsport in der Soers ist, knistert es in Aachen immer ganz besonders“, sagt er. Für 2026 seien zusätzliche Veranstaltungen in der Innenstadt geplant, um die Gäste einzubinden.
Organisation setzt auf Erfahrung und Ehrenamt
Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bereits seit Monaten. Der Aachen-Laurensberger Rennverein koordiniert gemeinsam mit zahlreichen Helfern das Event. Präsidentin Stefanie Peters spricht von einer großen Ehre, aber auch von einer besonderen Verantwortung. „Diese Bühne für den Pferdesport hier in Aachen ist weltoffen und herzlich“, betont sie.
Unterstützt wird die Organisation von rund 1.200 Ehrenamtlichen. Peters hebt deren Engagement hervor und verweist auf die langjährige Erfahrung bei Großveranstaltungen. Die Weltreiterspiele 2006 seien eine wichtige Inspiration, dennoch solle 2026 ein eigenständiges Highlight werden. Ziel sei es, unvergessliche Momente für Teilnehmer und Zuschauer zu schaffen.
Blick richtet sich auch auf Olympiabewerbung
Neben der Weltmeisterschaft rückt auch eine mögliche Olympiabewerbung in den Fokus. Die Region KölnRheinRuhr prüft eine Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele, bei denen Aachen eine zentrale Rolle im Reitsport einnehmen könnte. Isabell Werth sieht darin eine große Chance. „Mit Olympischen Spielen in Aachen würde ein Traum in Erfüllung gehen“, sagt sie.
Auch Wüst unterstützt diese Perspektive ausdrücklich. Der „olympische Geist“ verbinde Menschen weltweit und sei ein besonderes Erlebnis. Gleichzeitig verweist er auf vorhandene Infrastruktur: „Wir machen der Welt ein Angebot für kompakte und nachhaltige Spiele.“ Aachen könne dabei seine bestehenden Sportstätten optimal einbringen.
Region wirbt für Unterstützung der Bewerbung
Die Entscheidung über eine mögliche Bewerbung liegt auch bei den Bürgern. Noch bis Mitte April können sie im Rahmen eines Bürgerentscheids ihre Stimme abgeben. Oberbürgermeister Ziemons wirbt offensiv für Zustimmung. Nach Europa- und Weltmeisterschaften fehlten nur noch die Olympischen Spiele, um die sportliche Entwicklung zu vollenden.
„Die Olympischen Ringe in Aachen – das muss einfach noch sein“, erklärt Ziemons. Die Verantwortlichen sehen in der Kombination aus Erfahrung, Infrastruktur und Begeisterung eine solide Grundlage. Mit der Reit-WM 2026 steht zunächst jedoch ein Ereignis bevor, das bereits als Gradmesser für größere Ambitionen gilt.


