Nach dem Ausstieg eines Konzernschwesters rückt eine deutsche Marke nach. Opel plant den Einstieg als Werksteam in die Formel E ab der Saison 2026/27.
Der Automobilhersteller Opel bereitet die Rückkehr in den internationalen Spitzensport vor. Ab der Saison 2026/27 soll ein eigenes Werksteam in der Formel E starten. Der Schritt erfolgt im Kontext strategischer Veränderungen innerhalb des Stellantis-Konzerns. Parallel beendet DS Automobiles sein Engagement in der Rennserie. Für die vollelektrische Rennserie bedeutet dies eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse. Opel setzt dabei auf Techniktransfer und Markenprofilierung.
Strategiewechsel im Stellantis-Konzern

Der Rückzug von DS Automobiles markiert das Ende eines erfolgreichen Kapitels in der Formel E. Seit dem Einstieg zur Saison 2015/16 sammelte die Marke mehrere Titel und Podestplätze. Zuletzt blieb der sportliche Erfolg jedoch hinter den Erwartungen zurück.
Innerhalb des Mutterkonzerns Stellantis wird das Engagement nun neu ausgerichtet. Während DS künftig andere Sportprojekte verfolgt, soll Opel die Präsenz im elektrischen Motorsport sichern. Beobachter werten den Schritt als Teil einer langfristigen Markenstrategie.
Opel setzt auf Werksteam und Elektromobilität
Mit dem geplanten „Opel GSE Formula E Team“ will Opel erstmals als Werksteam in der Serie antreten. Der Einstieg fällt mit der Einführung der neuen Fahrzeuggeneration zusammen. Die sogenannten Gen4-Boliden gelten als technologischer Entwicklungssprung.
Die Fahrzeuge sollen Leistungen von bis zu 600 Kilowatt erreichen und dauerhaft über Allradantrieb verfügen. Zudem wird die Energierückgewinnung deutlich gesteigert. Für Hersteller dient die Serie zunehmend als Testfeld für Serienentwicklung und Effizienztechnologien.
Motorsport als Teil der Markenstrategie
Opel knüpft mit dem Einstieg an eine lange Motorsporttradition an. Frühere Programme reichten von Rallye-Wettbewerben bis zu Rundstreckenserien. In den vergangenen Jahren verlagerte sich der Fokus auf elektrifizierte Nachwuchsformate wie den Rallye-Markenpokal.
Der Schritt in die Formel E gilt als nächste Entwicklungsstufe. Ziel ist es, technisches Know-how aus dem Rennsport in Serienfahrzeuge zu übertragen und gleichzeitig die Submarke GSE zu stärken.
Auswirkungen auf die Rennserie
Für die Formel E bedeutet der Wechsel Bewegung im Teilnehmerfeld. Der Weggang von DS Automobiles hinterlässt eine Lücke, die durch den Einstieg von Opel geschlossen werden soll.
Die Serie befindet sich im Wettbewerb mit anderen Motorsportformaten und setzt verstärkt auf Herstellerbeteiligung. Neue Teams und Technologien sollen die Attraktivität langfristig sichern. Mit dem geplanten Einstieg eines deutschen Werksteams gewinnt die Rennserie zusätzliche industrielle Relevanz.
Blick auf die Saison 2026/27
Der offizielle Einstieg ist für die Saison 2026/27 vorgesehen. Erste öffentliche Auftritte des Teams werden bereits im Vorfeld erwartet. Parallel laufen Entwicklung und Aufbau der Strukturen.
Die kommenden Monate gelten als entscheidend für die Positionierung im Feld. Klar ist: Der Motorsport bleibt für Automobilhersteller ein zentrales Instrument im Wettbewerb um Innovation und Markenwahrnehmung.


