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Home Fußball

VfL Bochum holt nach frühem Rückstand Remis gegen Wolfsburg

Am Ende hat der VAR das Spiel aus Bochumer Sicht gerettet

Jenny Musall by Jenny Musall
Oktober 23, 2026
in Fußball
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VfL Bochum 1848 gegen VfL Wolfsburg am 23.10.2026 (Foto: Sebastian Sendlak)

(c) Sebastian Sendlak

Der VfL Bochum trennt sich im Ruhrstadion mit 1:1 vom VfL Wolfsburg. Nach dem frühen Rückstand sorgt Sean Klaiber für den Ausgleich. Am Ende rettet der VAR.

Ein turbulentes Duell in der 2. Fußball Bundesliga im Bochumer Ruhrstadion endet vor 21.515 Zuschauern mit einem Unentschieden. Die Gäste aus Wolfsburg legen einen Schnellstart hin und gehen bereits in der zweiten Minute durch Fabian Reese in Führung, nachdem die Zuordnung beim VfL Bochum nicht gestimmt hat. Kumbedi steckt die Kugel von rechts halbrechts auf Damar durch, der eine Seitenverlagerung an die linke Strafraumkante hebt, wo Reese von Klaiber nicht angegriffen wird und direkt volley rechts unten ins Netz trifft. Kurz darauf folgt ein Konter von Bochums Mats Pannewig, der jedoch lediglich das Außennetz des Tores von Schlussmann Timon Wellenreuther trifft. Verglichen mit dem Spiel von vor zwei Wochen steigert sich der Gastgeber beim Erspielen von Möglichkeiten deutlich, benötigt vor dem gegnerischen Tor aber noch die letzte Entschlossenheit.

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  • Systemumstellung von Uwe Rösler bringt VfL Bochum ins Spiel
  • VAR rettet VfL Bochum den Punkt im Ruhrstadion

Systemumstellung von Uwe Rösler bringt VfL Bochum ins Spiel

Gerade nach dem frühen Gegentreffer kämpft sich der VfL Bochum in dieses ausgeglichene Duell und zeigt sich ebenbürtig. Die Systemumstellung von Trainer Uwe Rösler auf eine Formation mit zwei Sechsern, zwei Zehnern und zwei Stürmern trägt im ersten Durchgang Früchte. Auch Wolfsburgs Trainer Tobias Strobl erkennt an, dass sein Team nach der Führung gewichen sei und Bochum in den offenen Zehner-Räumen gute Momente gehabt hat. „Und Bochum hat einfach extrem gut gespielt“, sagt Strobl bei der Pressekonferenz im Ruhestadion. Seine Mannschaft habe in der ersten Halbzeit einen guten Keeper und viel Glück benötigt, um ohne Gegentor in die Pause zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel gestaltet sich die Partie zunächst kontrollierter, ehe sich der VfL Bochum nach 63 Minuten endlich belohnt und den Ausgleich erzielt. Pannewig fängt im Mittelfeld einen Pass von Reese ab und leitet den schnellen Gegenstoß ein. Berkan Taz treibt den Ball durch die Mitte und nimmt auf der rechten Seite Holtmann mit, der das Leder mit einem Kontakt direkt in den Lauf von Sean Klaiber legt. Der Außenverteidiger dringt rechts in den Sechzehner ein und zieht wuchtig ab, sodass der Ball unhaltbar für Wellenreuther zum 1:1 einschlägt. „Dann haben wir es zum Ballverlust kommen lassen, da spielen sie überragend, da machen sie es 1-1″, erklärt Strobl die Entstehung des Gegentreffers aus Sicht der Niedersachsen.

VAR rettet VfL Bochum den Punkt im Ruhrstadion

In den letzten zehn Minuten drängt Wolfsburg noch einmal auf das zweite Tor, zumal der eingewechselte Arnold den Bochumern Probleme bereitet. Kurz vor Schluss schießt Kumbedi den Ball nach vorne, wo Mets unglücklich über das Leder tritt und Shiogai frei vor Torhüter Horn zum vermeintlichen 1:2 einschiebt. Allerdings schaltet sich der VAR ein und nimmt den Treffer aufgrund eines vorangegangenen Handspiels von Shioghai zurück, sodass es beim 1:1 bleibt. „Das hätten wir heute nicht verdient gehabt nach dem Spiel, deswegen kann ich heute mit dem 1-1 leben“, ordnet Strobl die Szene in der Nachspielzeit ehrlich ein. Uwe Rösler hebt nach dem Abpfiff vor allem die Geschlossenheit seiner Mannschaft hervor, die nach vier Spielen mit nur einem Punkt stark auf den frühen Rückstand reagiert habe.

Für den Bochumer Cheftrainer sind neben den 19 Torschüssen vor allem die Verbindung zu den Rängen und die vorherige Aussprache mit den Fans entscheidend. „Wir haben das heute nicht nur geredet und versprochen, wir haben es auf den Platz gebracht“, betont Rösler mit Blick auf die Unterstützung aus der Ostkurve. Auch Offensivspieler Berkan Taz zeigt sich mit dem Punktgewinn zufrieden, obwohl ihm und dem Team bei den Abschlüssen noch ein Quäntchen Glück gefehlt hat. Er habe vom Trainer viel Vertrauen erhalten und frei aufspielen können, bevor es nun darum gehe, bis zum Pokalspiel gegen Mainz am Dienstag gut zu schlafen, zu essen und zu regenerieren. „Aber wie gesagt, der liebe Gott war diesmal auf unserer Seite“, sagt Taz abschließend über das zurückgenommene Tor der Gäste in der Schlussminute.

Tags: VfL Bochum 1848VfL Wolfsburg
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