Der Countdown für das absolute Reitsport-Highlight des Jahres in der Region läuft bereits auf Hochtouren. In genau acht Tagen öffnet das größte Sportevent Südwestfalens seine Tore für die Elite des Pferdesports. Die Fans dürfen sich auf den packenden Kampf um insgesamt acht Deutsche Meistertitel freuen. Neben der Dressur, der U25-Dressur und der Para-Dressur messen sich die besten Springreiter und Springreiterinnen des Landes. Für die Dressur-Elite und die Para-Reiter geht es in Balve zudem um die wichtige Sichtung für die kommende Weltmeisterschaft in Aachen.
Spannende Titelkämpfe und wichtige WM-Sichtungen in Balve
Die Vorbereitungen hinter den Kulissen laufen auf Hochtouren, um den Athleten und Zuschauern ein unvergessliches Wochenende zu bieten. Die sportliche Qualität des Turniers erreicht in diesem Jahr ein neues Rekordniveau. Veranstalter und Trainer blicken voller Vorfreude auf die startenden Paare, die im Viereck und im Parcours um die Medaillen kämpfen. Die Mischung aus erfahrenen Championatsreitern und hungrigen Nachwuchstalenten verspricht hochkarätigen Sport und emotionale Momente.
„Wir haben die höchste Starterquote seit Beginn des OPTIMUM.“ Das verkündete Turnierveranstalterin Rosalie von Landsberg-Velen sichtlich stolz auf der heutigen Pressekonferenz. „Und auch qualitativ sind wir top. Von Isabell Werth und Frederic Wandres über Jessica von Bredow-Werndl, Katahrina Hemmer, Raphael Netz, Moritz Treffinger und Charlott-Maria Schürmann hin zu Christian Kukuk, Marco Kutscher, Sophie Hinners, Stephi de Boer, Gerrit Nieberg und den aktuellen Derby-Sieger Frederic Tillmann. Wir freuen uns sehr!“
Reit-Elite trifft sich beim traditionsreichen Event im Sauerland
Auch die sportliche Leitung des Dressurkaders blickt mit großen Erwartungen auf die bevorstehenden Tage im Sauerland. Für das Trainerteam bietet das Event eine perfekte Plattform, um den aktuellen Leistungsstand der Paare unter Wettkampfbedingungen genau unter die Lupe zu nehmen. Die enge Abstimmung innerhalb des Trainerstabs läuft hervorragend und soll den Reitern die bestmögliche Unterstützung auf dem Weg zu den internationalen Höhepunkten sichern.
„Die Zusammenarbeit mit Monica Theodorescu macht sehr viel Spaß.“ So beschreibt Co-Bundestrainer Hendrik Lochthowe die aktuelle Situation im Team. „Wir teilen uns sehr gut ein und auf. In Balve sind wir natürlich gemeinsam unterwegs – da Balve als Sichtung natürlich sehr wichtig für uns ist auf dem Weg zur Weltmeisterschaft.“
Die Aktiven selbst reisen mit klaren Zielen und einer gehörigen Portion Fokus im Gepäck an. Während einige Routiniers bewährte Erfolgspartner satteln, nutzen andere die perfekten Bedingungen in Balve für den nächsten großen Karriereschritt. Die Konkurrenz schläft nicht, doch im Viereck zählt am Ende nur die eigene Leistung und die Harmonie zwischen Pferd und Reiter.
„in Balve starte ich nur mit Bluetooth.“ Das erklärte Dressurreiter Frederic Wandres im Vorfeld des Turniers. „Natürlich ist mein Ziel, bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein. Die Vorbereitungen laufen gut. Die Konkurrenz habe ich natürlich im Blick, bewerte das aber nicht über, sondern konzentriere mich nur auf uns.“
Spitzenleistungen im Viereck und im Parcours von Balve
Für die jüngere Generation der Dressurreiter markiert das diesjährige Turnier den Beginn eines völlig neuen Abschnitts im großen Sport. Der Wechsel in das Lager der Senioren bringt neue Herausforderungen mit sich, die mit viel Respekt und Demut angegangen werden. Die Vorfreude überwiegt jedoch deutlich, da sich die jungen Talente nun mit den ganz großen Namen des Reitsports messen dürfen.
„Es ist verrückt, was ich momentan alles erleben darf.“ So beschreibt Moritz Treffinger seine aktuellen Emotionen im Viereck. „Ich möchte aus diesem Traum gar nicht aufwachen und bin jeden Tag dankbar. Die U25-Tour ist für mich vorbei, jetzt starte ich bei den Senioren den nächsten Schritt und versuche Fuß zu fassen. In Balve starte ich nur mit Fiderdance.“
Auch im Lager der Para-Dressurreiter ist die Anspannung vor der ersten großen Sichtung deutlich spürbar. Nach den vergangenen Erfolgen auf internationaler Bühne sind die Erwartungen an das Team hoch, doch die Vorfreude auf neue Konstellationen überwiegt. Die Bundestrainer erwarten spannende Einblicke und möglicherweise die eine oder andere Überraschung im Teilnehmerfeld.
„Nach einer sehr erfolgreichen Europameisterschaft möchten wir natürlich auch auf den Weltmeisterschaften glänzen.“ Das betonte Silke Fütterer-Sommer, Co-Bundestrainerin der Dressur, mit Blick auf die Ziele. „In Balve werden wir unsere 1. Sichtung haben, wir sind sehr gespannt. Es werden auch neue Paarungen oder gänzlich neue Starter dabei sein.“
Im Springparcours wird der Kampf um die Meisterschärpe nicht minder emotional, besonders bei den Titelverteidigerinnen. Mit feinen Nachwuchspferden im Gepäck wird die Herausforderung neu angenommen, um an die großen Erfolge des Vorjahres anzuknüpfen. Das Erreichen von Lebenszielen spornt die Reiterinnen im Ruhrgebiet und Umgebung nur noch weiter an, alles zu geben.
„In Balve starte ich nur bei den Damen in diesem Jahr – mit einem Nachwuchspferd.“ So äußerte sich Stephi de Boer, amtierende Deutsche Meisterin der Springreiterinnen. „Im letzten Jahr habe ich ja mit dem Titelgewinn in Balve mein Lebensziel erreicht. Aber da geht noch was!“


