In etwas weniger als 150 Tagen wird Aachen erneut zum Epizentrum des globalen Reitsports. Vom 11. bis 23. August 2026 verwandelt sich die Soers in eine Bühne für sechs Disziplinen, die erstmals seit den legendären Weltreiterspielen 2006 wieder an einem zentralen Ort vereint sind.
Das Versprechen für diesen Sommer ist groß: Die besten Pferde und Reiter der Welt treffen im Allianz Park auf die spektakulärste Atmosphäre, die der Sport zu bieten hat. Für Isabell Werth, die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten, ist die Rückkehr an diesen Ort eine Herzensangelegenheit. Sie erinnert sich wehmütig an 2006 als das „großartigste Championat“, das sie je erleben durfte. In diesem Jahr wird sie erneut versuchen, im ausverkauften Hauptstadion unter Flutlicht nach Edelmetall zu greifen. Das Programm der 13 Tage ist hochkarätig besetzt: Während in der ersten Woche Dressur, Vielseitigkeit und Voltigieren dominieren, stehen in Woche zwei Para-Dressur, Vierspännerfahren und Springreiten im Fokus.
Dressur-Elite im Stadion der Springreiter
Eine Besonderheit der Weltmeisterschaft 2026 ist die Nutzung des großen Hauptstadions für die Dressurwettbewerbe. Wo sonst die Springreiter um den Großen Preis von Aachen kämpfen, wird in diesem August das Dressur-Viereck für den Grand Prix (Lambertz-Preis) und die Kür (Lindt-Preis) aufgebaut. „Die Dressurprüfungen im Hauptstadion werden ein absolutes Highlight sein“, verspricht ALRV-Sportchefin Birgit Rosenberg. Dieser weltweit einzigartige Schauplatz bietet den Athleten eine Kulisse, die in Sachen Kapazität und Stimmung ihresgleichen sucht.
Fokus auf Inklusion: Para-Dressur auf der großen Bühne
Ein besonderes Anliegen der Organisatoren ist die prominente Integration der Para-Dressur. Die Wettbewerbe der Para-Sportler finden im eigens für das Championat überdachten Stadion 3 statt. Damit erhält die Disziplin eine Sichtbarkeit, die laut Rosenberg mit den Paralympics 2024 in Paris vergleichbar ist. Regine Mispelkamp, jüngst dreifache Medaillengewinnerin der Paralympics, zeigt sich begeistert: „Bessere Bedingungen als hier gibt es nicht, Aachen bietet eine Traum-Kulisse für die Para-Dressur.“
Unterstützt wird dieser Fokus durch den Partner Allianz, der sich als Förderer des Para-Sports engagiert und unter anderem die Team-Wertung sowie die Kür präsentiert. Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, sieht darin eine Bestätigung für den hohen internationalen Stellenwert, den die erstmalige Integration dieser Disziplin in Aachen genießt.
Ein Fest für die Fans: Tickets und Erreichbarkeit
Für Zuschauer ist das Großereignis besonders zugänglich gestaltet. Wer den Para-Sport oder das bunte Treiben im CHIO-Village erleben möchte, kann dies bereits mit einem Village-Ticket oder einem Tagesticket für die Stadien 2 und Hauptstadion kombinieren. Stefanie Peters, Präsidentin des Aachen-Laurensberger Rennvereins, betont die Ehre, erneut Gastgeber eines so bedeutenden Championats zu sein: „Wir setzen alles daran, dem Pferdesport eine Bühne zu bieten, die diesem internationalen Ereignis mehr als gerecht wird.“
Da die Nachfrage nach den Weltmeisterschaften traditionell enorm ist, empfiehlt der Veranstalter, sich frühzeitig Karten zu sichern. Der Ticketverkauf läuft bereits über den Online-Shop, die telefonische Hotline und die Geschäftsstelle vor Ort.


