Der VfL Bochum trifft am Samstagabend unter Flutlicht auf den 1. FC Kaiserslautern. Beide Zweitligisten wollen nach den jüngsten Niederlagen dringend punkten.
Am 25. Spieltag der 2. Bundesliga steht ein traditionsreiches Duell auf dem Programm. Der VfL Bochum empfängt den 1. FC Kaiserslautern im heimischen Vonovia Ruhrstadion. Anpfiff ist am Samstagabend um 20:30 Uhr unter Flutlicht. Beide Mannschaften stehen nach ihren jüngsten Niederlagen unter Zugzwang und suchen den Weg zurück in die Erfolgsspur. Die Fans erwarten eine intensive und hart umkämpfte Partie in einem ausverkauften Haus.
Ausgangslage und klares Ziel des VfL
Der VfL Bochum belegt aktuell mit 29 Punkten den zehnten Tabellenplatz im Mittelfeld. Nach zuletzt drei Unentschieden in Folge verliert die Mannschaft am vergangenen Spieltag knapp in Düsseldorf. Bochums Cheftrainer Uwe Rösler fordert vor heimischer Kulisse nun eine dominante Vorstellung seines Teams. Er stellt klar: „Wir wollen vor unserem ausverkauften Stadion eine gute Performance zeigen, nicht passiv sein, sondern das Spiel dominieren.“ Dieses Ziel sei der klare Anspruch, den die Mannschaft an sich selbst habe.
Personell gibt es bei den Gastgebern einige Veränderungen in der Startelf. Rösler kündigt an: „In Düsseldorf haben Prinzipien nicht gestimmt, Prinzipien sind aber nicht verhandelbar. Deswegen wird es Wechsel geben.“ Verteidiger Maximilian Wittek kehrt nach seiner abgelaufenen Gelbsperre definitiv in die Mannschaft zurück. „Maxi wird starten. Er füllt seine Rolle als Führungsspieler sehr gut aus“, betont der Trainer. Verzichten muss der VfL hingegen auf Gerrit Holtmann, der laut Rösler ein leichtes Ödem in der Wade hat.
Respekt vor der physischen Stärke der Gäste
Der 1. FC Kaiserslautern reist mit 37 Punkten als Tabellensechster in das Ruhrgebiet. Die Pfälzer müssen am vergangenen Wochenende einen kleinen Rückschlag im Aufstiegsrennen hinnehmen, da sie gegen Paderborn verlieren. Rösler zeigt dennoch großen Respekt vor den Gästen und ihrer Spielweise. Er warnt: „Kaiserslautern kommt unheimlich über die Physis, Dynamik und über zweite Bälle.“ Bochum dürfe den Gästen keine Zeit geben, sich immer wieder neu zu formieren.
Eine Besonderheit erwartet den FCK am Samstagabend auf der Trainerbank. Cheftrainer Torsten Lieberknecht fehlt aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre und wird durch Co-Trainer Carsten Rump vertreten. Lieberknecht blickt der Aufgabe dennoch fokussiert entgegen und sagt: „Die Herausforderung Bochum ist groß. Dieses Spiel zu absolvieren und zu gewinnen, ist das, worauf wir uns vorbereiten.“ Zudem freut er sich laut eigener Aussage sehr, dass Marlon Ritter nach seiner Sperre wieder als Kapitän aufläuft.
Bochum bleibt trotz Niederlage ruhig
VfL-Trainer Rösler misst der Sperre seines Trainerkollegen derweil keine entscheidende Bedeutung bei. „Aus meiner Sicht wird das manchmal überbewertet. Ich glaube, er hat die Mannschaft sehr gut eingestellt“, erklärt Rösler gelassen. Auch die eigene sportliche Situation bewertet der Trainer weiterhin durchweg positiv. Er betont nachdrücklich: „Bei uns herrscht keine Krise und keine Panik.“ Das Team sei absolut auf Kurs, um den angestrebten Klassenerhalt in der Liga zu schaffen.
Die Vorbereitung auf das wichtige Heimspiel verläuft aus Sicht der Bochumer jedenfalls nach Plan. Rösler lobt die Reaktion seines Teams auf die jüngste Niederlage in Düsseldorf. Er berichtet erfreut: „Alle haben gepusht – genau so stelle ich mir das vor.“ Auf die Trainingsleistungen der vergangenen Tage angesprochen, findet der Coach abschließend einen passenden Vergleich. „Die Mannschaft hat so trainiert, wie das Wetter ist – also sehr gut“, resümiert Rösler optimistisch.


