Die Youngster Tour beim AGRAVIS-Cup Münster bot hochklassigen Sport. Siege gingen an Christian Ahlmann und Max Merschformann.
Die Youngster Tour des AGRAVIS-Cups Münster hat auch in diesem Jahr die Qualität der Nachwuchsspringpferde eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Erstmals wurden die Prüfungen für sieben- und achtjährige Pferde getrennt ausgetragen. Nach spannenden Qualifikationen am Freitag standen am Samstagabend die beiden Finals auf dem Programm. Beide Entscheidungen fielen in Zwei-Phasen-Springen auf S*-Niveau. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Platzierungen, sondern vor allem die Perspektiven der jungen Pferde.
Finale der siebenjährigen Nachwuchspferde
In der Qualifikation der siebenjährigen Nachwuchspferde gingen 53 Paare an den Start. 18 von ihnen sicherten sich das Ticket für das Finale am Samstagabend. Dort erreichten zwölf Reiter-Pferd-Paare die zweite Phase. Am Ende setzte sich Christian Ahlmann vom Ländlichen Zucht-, Reit- und Fahrverein Marl mit Toemme de Regor Z durch. Mit einer fehlerfreien Runde in 23,19 Sekunden gewann der 51-Jährige die goldene Schleife.
Ahlmann ordnete den Erfolg seines Pferdes sachlich ein. „Ein Sieg ist natürlich umso schöner, aber wichtig war zu sehen, was in der Zukunft mit ihm möglich ist“, erklärte er. Toemme de Regor Z brauche noch viel Erfahrung, mache ihm die Arbeit aber leicht. Lob fand der Springreiter auch für das Turnier in Münster, das er kurzfristig dem Weltcup in Basel vorgezogen habe. „Ich finde den AGRAVIS-Cup super“, sagte Ahlmann.
Platzierungen und starke Konkurrenz
Platz zwei im Finale der Siebenjährigen ging an James Connors Smyth vom ZRFV Riesenbeck mit Oberon. Er blieb ebenfalls fehlerfrei und kam nach 24,13 Sekunden ins Ziel. Rang drei sicherte sich Lars Volmer vom ZRFV Legden mit Cobos Z in 24,22 Sekunden. Alle drei Paare präsentierten sich souverän in der zweiten Phase.
Das hohe Niveau der Prüfung spiegelte sich auch in der Leistungsdichte wider. Viele junge Pferde zeigten bereits beachtliche Übersicht und Vermögen. Für die Ausbilder bot das Finale wertvolle Hinweise für die weitere sportliche Entwicklung. Der Fokus lag klar auf Nachhaltigkeit und Perspektive.
Achtjährige Nachwuchspferde im Fokus
Direkt im Anschluss folgte das Finale der achtjährigen Nachwuchspferde. In der Qualifikation hatten 71 Paare um einen Startplatz gekämpft. 25 von ihnen traten am Samstagabend im Finale an. Den Sieg sicherte sich Max Merschformann vom RV Osterwick mit Atlanta S Z. Der 19-Jährige blieb fehlerfrei und setzte sich mit 23,41 Sekunden durch.
„Atlanta S Z ist nicht sehr groß, aber superwendig“, sagte Merschformann nach dem Ritt. Die Stute bringe alles mit, was man sich wünsche. Die Tochter des Aganix du Seigneur reite er erst seit einigen Monaten. Nach dem Erfolg in Münster solle sie zunächst eine Pause bekommen, ehe es voraussichtlich in Riesenbeck weitergehe.
Ehrenpreise für besondere Leistungen
Platz zwei bei den Achtjährigen belegte Henrik Griese vom RFV Ravensberg mit Sabatino Rebel. Auch dieses Paar blieb ohne Fehler und stoppte die Uhr bei 23,47 Sekunden. Dritter wurde Hendrik Dowe vom ZRFV Heiden mit Ziroquada T in 24,09 Sekunden. Damit standen auch in dieser Prüfung ausschließlich fehlerfreie Ritte auf dem Podium.
Zusätzlich zu den Siegen erhielten beide Gewinnerpferde einen Sonderpreis für ihre Leistungen. Die Jury vergab außerdem den Ehrenpreis für die beste Amazone. Bei den Siebenjährigen ging diese Auszeichnung an Stefanie Englert vom RV St. Hubertus Wolbeck. Bei den Achtjährigen durfte sich Lina Renzel vom Ländlichen ZRFV Marl über den Ehrenpreis freuen.
